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 Sicherheitstraining - Mitarbeiter der Lippischen gehen mit gutem Beispiel voran
 

7.868 Verkehrsunfälle ereigneten sich im Jahr 2008 im Kreis Lippe. Das waren 2,3 % mehr als im Vorjahr. Eine abnehmende Tendenz gab es dagegen bei der Anzahl der Unfälle mit Schwerverletzten (-12%) oder Getöteten (-4,5%). Diese erfreuliche Entwicklung ist weitgehend auf die ständige Verbesserungen der Sicherheitstechniken in und an den Fahrzeugen zurückzuführen (ABS, ESP, Airbag u. v. m.). Die Technik allein kann jedoch nicht jeden Unfall verhindern. Eine häufige Unfallursache liegt nach wie vor im Fehlverhalten der Fahrzeugführer.
Jeder Unfall, der sich auf unseren Straßen ereignet, ist immer noch einer zuviel!

Die Lippische hält in ihrem Geschäftsgebiet, dem Kreis Lippe, einen hohen Marktanteil bei den Kfz-Versicherungen. "Würde es gelingen, jeden versicherten Fahrzeugführer von der Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining zu überzeugen, müsste es ebenfalls gelingen, die Lippischen Straßen sicherer zu machen". Diese Hoffnung haben zumindest Mitarbeiter der Lippischen, die sich mit diesem Thema gegenwärtig beschäftigen.



Zur Unterstützung ihrer Überzeugungsarbeit, wurden im Vorfeld Trainings-Kurse für die Mitarbeiter der Lippischen eingerichtet. Jeder Mitarbeiter soll die Möglichkeit haben, erst einmal selbst Erfahrungen zu sammeln. Die Teilnahme erfolgt auf freiwilliger Basis. Erstaunlicher Weise haben sich gleich zu Beginn ca. 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Teilnehmerlisten eingetragen. Einige Kolleginnen und Kollegen, die derzeit noch zögern, dürften aber schon bald überzeugt werden, dass so ein Fahrsicherheitstraining absolut sinnvoll ist.

Am Samstag, den 4. April 2009, Punkt 8:30 Uhr wurden die ersten 12  "Lippischen" Teilnehmer auf dem Trainingsgelände in Augustdorf empfangen.  Nach herzlicher Begrüßung durch das Moderatoren-Team,  Birgit Baldauf  und Karl-Horst Puchert,  erhielten alle Teilnehmer schnell einen Überblick auf das bevorstehende theoretische und praktische Trainingspensum.

Wie verhält sich mein Fahrzeug in extremen Situationen? Was passiert bei einer Vollbremsung auf glatter Fahrbahn? Wie reagiere ich bei plötzlich auftauchenden Hindernissen? Haben Sie sich diese oder ähnliche Fragen auch schon gestellt?
Fahrtrainerin Birgit Baldauf führt einen schweren Kampf. Zusammen mit ihrem Trainerteam von der Kreisverkehrswacht Lippe e. V. tritt sie mehr als 100 Mal im Jahr gegen einen Gegner an, der kaum zu fassen ist: die Angst vor dem Bremspedal.

 

 


Gefährliche Stunts wie in amerikanischen Actionfilmen stehen beim Sicherheitstraining nicht auf dem Programm. Vielmehr geht es um alltägliche Verkehrssituationen und das richtige Verhalten, wenn es einmal brenzlig wird.
Und dieses Verhalten fängt schon bei Kleinigkeiten an: senkrecht hinterm Steuer sitzen, Gegenstände im Auto nicht zu gefährlichen Wurfgeschossen werden lassen, das Lenkrad etwas unterhalb der Mittelachse anfassen und den Beckengurt immer unterhalb dicker Jacken und Mäntel anlegen.

Auf dem mit Unterstützung der Lippischen angelegten Trainingsplatz, steht u. a. Gefahrenbremsung auf dem Lehrprogramm. Die Moderatoren Birgit Baldauf und Karl-Horst Puchert machen klar, worauf es ankommt:
"Hier müssen Sie voll in die Bremsen steigen. Jedes Kilo, das Sie mehr und schnell aufs Pedal bringen, kann Leben retten." Eine Selbstverständlichkeit sollte man meinen. Aber weit gefehlt.

Die Teilnehmer dürfen sich heute am Steuer ihrer eigenen Fahrzeuge fühlen wie Flugzeugkapitäne. Vorrollen auf die Startbahn, warten auf das Startzeichen, (heute kommt es nicht vom Tower, sondern von B. Baldauf und K.-H. Puchert). 

Dann ist es soweit - wir beschleunigen auf 50 km/h, leiten am Bremspunkt eine Vollbremsung ein und suchen gleichzeitig einen Fluchtweg. Auch hier lernen wir dazu. "Nicht auf die Gefahrenquelle schauen, sondern auf den Fluchtweg konzentrieren" ermahnt wiederholt K.-H. Puchert. 
Viele Fahrer haben Hemmungen, "voll in die Eisen zu steigen". Doch trotz dieser Gefahrbremsung bleibt die Fahrstabilität bei ABSgeregelten Fahrzeugen erhalten und aufgrund der Stärke dieser Bremsung optimiert sich zusätzlich noch der Bremsweg.

Eine wichtige Erkenntnis nehmen heute Autofahrer mit Breitreifen nach Hause. Diese sind gut für die Optik aber schlecht auf nassen Straßen. Die Breitreifen griffen bei den Tests auf der nassen und glatten Trainingspiste am schlechtesten.

Am Ende des Trainingstages bestätigten alle Teilnehmer, dass die Erwartungen mehr als erfüllt wurden. Und womit kaum jemand gerechnet hatte - so ein Sicherheitstraining kann auch viel Spaß machen.

Jetzt geht es darum, möglichst vielen Lippischen Autofahrern die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining schmackhaft zu machen.

 


Weitere Fotos finden Sie hier!

Die Kursgebühr in Höhe von 75 EUR wird durch die Lippische subventioniert. Autofahrer, die ihren Pkw bei der Lippischen versichert haben bekommen nach Absolvierung des Trainings 45 EUR erstattet. Sie zahlen also effektiv nur 30 EUR. Voraussetzung hierfür ist die Online-Anmeldung zum Fahr-Sicherheitstraining über das Internet-Portal der Lippischen.
Möglicherweise ist aber auch ein Sicherheitstraining zum Nulltarif möglich. Eine große Anzahl der Berufsgenossenschaften übernimmt die Gebühren für das PKW-SHT zum Teil oder auch ganz. Interessierte sollten sich in jedem Fall vorab bei ihrer Berufsgenossenschaft wegen der Kostenübernahme erkundigen.

Aus der Presse - Die LZ war dabei: 

Wer bremst, gewinntDer Kommentar dazu.

Haben Sie noch Fragen zum Thema "Sicherheitstraining" ?

So erreichen Sie:

Birgit Baldauf (Geschäftsführerin)
Tel.:  0 52 61 / 18 73 18
Mail: sicherheitstraining.lippe@web.de

Udo Weber (stv. Vorsitzender)
Tel.:  0 52 37 / 78 49 oder 0177 / 51 52 700
Mail: sicherheitstraining.lippe@web.de


oder informieren Sie sich direkt beim Sicherheitstraining in Lippe e.V.

 


 

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